Die Abkündigungen
Die Abkündigungen
Jeder Gottesdienstbesucher kennt das: Der Gemeinde ist folgendes bekannt zu geben… Und dann folgt die Aufzählung der kommenden Veranstaltungen, Gottesdienste, Gruppentreffen.
Oft wird noch die Summe der letzten Kollekte genannt, bevor der Bestimmungszweck der Tageskollekte genannt wird.
In einigen Gottesdiensten wird während eines Liedes die Kollekte mit dem Klingelbeutel eingesammelt.
In den meisten Gemeinden und Gottesdiensten ist es aber üblich, die Kollekte am Ausgang in einem Korb oder einer Schale abzugeben. Oftmals steht dort auch noch ein weiteres Körbchen, in dem für die Diakoniekasse der eigenen Kirchengemeinde gesammelt wird oder für andere Zwecke der eigenen Kirchengemeinde.
Danach werden in den sogenannten Abkündigungen die zuletzt Getauften, Getrauten oder Verstorbenen verlesen. Oft mit dem Hinweis, dass den Genannten in der Fürbitte gedacht wird.
Das ist das übliche, was man unter den Abkündigungen im Gottesdienst versteht. Überraschenderweise gehört aber noch etwas dazu, was häufig ganz am Anfang des Gottesdienstes passiert.
Nach der Begrüßung wird häufig der Name des (Sonn-) Tages genannt, an dem man sich gerade versammelt hat. Und in dem Zuge kommen oft auch Hinweise zur Bedeutung oder Geschichte des Namens oder zu Besonderheiten des Tages und des Gottesdienstes.
Also zum Beispiel: Willkommen zum Gottesdienst am Sonntag Quasimodigeniti, am ersten Sonntag nach dem Osterfest. Der Name des Sonntags Quasimodogeniti be deutet übersetzt: Wie die neugeborenen Kindlein. Der Sonntag Quasimodogeniti wird auch „Weißer Sonntag” genannt. Er erinnert uns an das neue Leben, welches wir durch Christus bekommen haben.
Auch das gehört tatsächlich schon zu den Abkündigungen, auch wenn es vom „Standort“ her scheinbar ein Teil der Begrüßung ist.
Auch Themenhinweise oder Ablaufhinweise gehören zu den Abkündigungen.
Sie sehen, es ist tatsächlich ein wichtiger Bestandteil der Gottesdienste.